Evaluation der Eignungstests für das Medizinstudium in Österreich
Christiane Spiel, Barbara Schober, Margarete Litzenberger
Im Vorfeld der Eignungstests für das Medizinstudium 2007/08 wurden an allen drei Medizinuniversitäten schriftliche Befragungen aller Testteilnehmer/innen im Anschluss an den Test durchgeführt. Datensätze von 2.425 Frauen und 1.806 Männern liegen vor. Als Erklärungsvariablen für Unterschiede in den Testergebnissen wurden abgefragt: schulischer und familiärer Hintergrund, Erfahrungen und Umgang mit Medizinauswahlverfahren, Selbsteinschätzungen bezogen auf die Testsituation und persönliche Wichtigkeit des Medizinstudiums.
Der umfangreiche Projektbericht stellt in den Kapiteln 2 bis 8 (=Teil 1)
- allgemein Anforderungen an Auswahlverfahren,
- Anforderungs- und Absolventenprofile für das Medizinstudium,
- die Entstehungsgeschichte relevanter Auswahlverfahren,
- Literaturbefunde zu Geschlechtsunterschieden sowie zu Erklärungsvariablen zur Beurteilung der Fairness bei Auswahlverfahren für Medizinstudien dar.
Die Kapitel 9 bis 11 (=Teil 2) beschreiben die Fragenstellungen, Studiendesign und –durchführung sowie die Stichprobe der Studienbewerber/innen nach soziodemografischen Merkmalen.
Die Kapitel 12 bis 17 (=Teil 3) enthalten die statistischen Analysen, und zwar
- testtheoretische Analysen des EMS (Wien/Innbruck) und des Grazer Wissenstests,
- Analysen zur Erklärung der Unterschiede zwischen Erfolgreichen und Nicht-Erfolgreichen,
- zur Erklärung von Geschlechts- und Länderunterschieden (Ö und D) sowie zur
- Relation von Schulnoten und Testergebnissen.
Die Zusammenfassung (Kapitel 18, S178ff) enthält die zentralen Befunde und Empfehlungen.

Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung