excellentia.

Instrumentarium zur Qualitätssicherung

Zusätzliche Mittel für innovative Personalpolitik

Ein High Potentials Programm für Österreichs Universitäten

 

Auf Anregung des Frauenpolitischen Beirates und auf Empfehlung des Rates für Forschung und Technologieentwicklung (RFT) wurde im Jahr 2005 das Förderprogramm "excellentia" als griffiges Instrumentarium der Universitäten zur Qualitätssicherung ins Leben gerufen.

 

excellentia ist Teil des Programms fFORTE academic. fFORTE ist eine gemeinsame Initiative des Rates für Forschung und Technologieentwicklung und der Bundesministerien für Wissenschaft und Forschung, für Unterricht, Kunst und Kultur, für Verkehr, Innovation und Technologie und für Wirtschaft und Arbeit.

 

Österreichs Professorinnenanteil liegt derzeit bei 19%. Im internationalen Vergleich gibt es einen Aufholbedarf. Darüber hinaus verfügt Österreich über den kleinsten Anteil von Wissenschafter/innen und Ingenieur/innen bei den Beschäftigten insgesamt. Grund hierfür ist in den meisten Fächern nicht das Fehlen von hoch qualifizierten Frauen, sondern es sind die Strukturen, die eine kontinuierliche wissenschaftliche Laufbahn für Frauen erschweren. Europäische Studien zeigen, dass hervorragend ausgebildete Frauen das am stärksten vernachlässigte Potenzial an qualifizierter Arbeitskraft darstellen. Ein Umstand, der die Universitäten wichtige Humanressourcen und innovatives Know-how kostet.

 

Der so genannten "leaky pipeline", dem Versickern hochqualifizierter Frauen im Karriereverlauf, kann mit einer bewussten Personalpolitik, die dieses Potenzial wahrnimmt, entgegengewirkt werden. Bis zum Jahr 2010 werden durch Pensionierungen ca. 40% aller Professuren vakant. Diese Situation ermöglicht die sanfte, aber effektive Erschließung bislang weitgehend ungenutzter Humanressourcen für den Lehr- und Forschungsbetrieb. Es ist eine Herausforderung, die jeweils besten Köpfe unter den Forscher/innen und dem wissenschaftlichen Nachwuchs an österreichische Universitäten zu binden.

 

Innovative Personalpolitik kann nur funktionieren, wenn bislang wenig genutzte Potenziale von Exzellenz voll integriert werden. Dafür stellt das Programm excellentia zusätzliche Mittel bereit. Die Universität erhält für jede Professur, die mit einer Frau besetzt wird und die sowohl die bestehende Anzahl weiblicher Professuren wie auch den Frauenanteil bei Professor/innen – im Vergleich zur Vorjahresstatistik – erhöht, eine Grundprämie (€ 30.000,--) und zusätzlich eine individuelle Zielerreichungsprämie von bis zu € 70.000,--. Im Sinne der Autonomie der Universitäten ist es diesen jedoch selbst überlassen, die Mittel entsprechend den eigenen Bedürfnissen und Erfordernissen zu verwenden. Voraussetzung für die Zuerkennung der Mittel im Rahmen von excellentia ist die Erhöhung des Frauenanteils an der jeweiligen Universität.

 

Ein Lenkungsausschuss, zusammengesetzt aus Expert/innen des Österreichischen Wissenschaftsrates, der Österreichischen Universitätenkonferenz, der Arge Universitätsfrauen, des Rats für Forschung und Technologieentwicklung und des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung, berät und begleitet excellentia strategisch.

 

"excellentia. Ein High Potentials Programm für Österreichs Universitäten" wird während der gesamten Laufzeit (2005 – 2010) begleitend evaluiert. Ziel der Evaluierung ist die Überprüfung der Zielerreichung und der Wirksamkeit des Programms an den Universitäten.

 

 

 

 

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