FWF - Der Wissenschaftsfonds
Qualität als Benchmark
Der FWF – Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung ist Österreichs zentrale Einrichtung zur Förderung der Grundlagenforschung. Er ist allen Wissenschaften in gleicher Weise verpflichtet und orientiert sich in seiner Tätigkeit ausschließlich an Maßstäben der internationalen Scientific Community.
Der
Wissenschaftsfonds (FWF) ist Österreichs zentrale Einrichtung zur Förderung der Grundlagenforschung. Er dient der Weiterentwicklung der Wissenschaften auf hohem internationalem Niveau und leistet mit seiner Arbeit einen Beitrag zur kulturellen Entwicklung, zum Ausbau der wissensbasierten Gesellschaft und damit zur Steigerung von Wertschöpfung und Wohlstand in Österreich. Die Ziele des Wissenschaftsfonds sind die Stärkung der wissenschaftlichen Leistungsfähigkeit Österreichs im internationalen Vergleich sowie seiner Attraktivität als Wissenschaftsstandort; die quantitative und qualitative Ausweitung des Forschungspotenzials nach dem Prinzip „Ausbildung durch Forschung“ und die verstärkte Kommunikation sowie der Ausbau von Wechselwirkungen zwischen Wissenschaft und allen anderen Bereichen des kulturellen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens. Das Bewusstsein für die Bedeutung von Wissenschaft für die Gesellschaft soll durch systematische Öffentlichkeitsarbeit geschärft werden.
Der FWF kommt seinem gesetzlichen Auftrag mittels eines breiten Spektrums von Förderungsprogrammen nach. Neben den Einzelprojekten als wichtigstes Instrument bietet der Wissenschaftsfonds Programme zur Schwerpunktbildung, für die Doktoratsausbildung, für die internationale Mobilität und für die Karriereentwicklung von Wissenschafterinnen an. Darüber hinaus werden wissenschaftliche Auszeichnungen und Preise verliehen und Instrumente zur Stimulierung der Wechselwirkung zwischen Wissenschaft und allen anderen Bereichen des kulturellen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens eingesetzt.
Im Wissenschaftsfonds durchläuft jeder Projektantrag vor einer allfälligen Bewilligung ein internationales Peer-Review-Verfahren, in dem ausschließlich im Ausland tätige Peers (wissenschaftliche FachgutachterInnen) die wissenschaftliche Qualität jedes einzelnen Antrags schriftlich beurteilen. Diese Gutachten stellen die inhaltliche Basis für die Entscheidung im FWF-Kuratorium dar, ob ein Projektantrag den hohen Ansprüchen des FWF im Rahmen eines Qualitätswettbewerbes entspricht. Im Jahr 2010 bildeten mehr als 4.600 antragsspezifisch eingeholte, internationale Gutachten die Entscheidungsbasis des Wissenschaftsfonds.
Im Jahr 2010 konnte der FWF Förderungszusagen im Umfang von 171,8 Mio. € geben; das sind rund 25 Mio. € mehr als im Jahr 2009. Der mit Abstand größte Teil dieser Mittel (rund 85%) fließt in Projekte an den heimischen Universitäten als wichtigste Trägerinstitutionen der international wettbewerbsfähigen Grundlagenforschung in Österreich. Der FWF finanziert die Gehälter von rund 3.400 wissenschaftliche Personen, vor allem DoktorandInnen und Postdocs.
Will man Drittmittel beim FWF einwerben, muss man sich einem harten Qualitätswettbewerb stellen. Die Bewilligungsrate – über alle FWF-Programme gerechnet – lag 2010 bei 24,6%; im Jahr 2008 war der entsprechende Wert noch bei 31,9% gelegen; ein Indikator, wie sehr die Wettbewerbsintensität zugenommen hat. Im Jahr 2010 mussten bereits drei von vier beantragten Euros abgelehnt werden. Von erstrebenswerten Bewilligungsraten um die 40% ist der FWF gegenwärtig weit entfernt.
Betrachtet man die FWF-Förderungen über mehrere Jahre nach Wissenschaftsbereichen, so zeigen sich in etwa folgende Größenordnungen: Rund 43% der bewilligten FWF-Mittel stehen den Naturwissenschaften und Technik zur Verfügung, rund 37% fließen in den Bereich der Life Sciences und in etwa 20% entfallen auf die Geistes- und Sozialwissenschaften.
Kontaktperson:
Mag. Wolfgang Neurath
Abteilung II/9 (Angelegenheiten der Forschungs- und Technologieförderungen)
Wolfgang.Neurath(at)bmwf.gv.at

Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung