Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG)
Förderung exzellenter Forschung
Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft wurde 1960 gegründet. Nach einer grundlegenden Strukturreform ist sie heute eine dynamische außeruniversitäre Forschungsorganisation internationalen Zuschnitts. Ihre Kernkompetenz ist es, gemeinsam mit akademischen und unternehmerischen Partnern innovative Forschungsthemen von höchster Qualität zu initiieren und als Trägerin entsprechende Ludwig Boltzmann Institute zu gründen. Die Themen sind: Humanmedizin, Life Sciences, Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften. Schwerpunkte der LBG liegen im translationalen Ansatz sowie der medizinisch-klinischen Forschung.
Derzeit führt die LBG 20 Ludwig Boltzmann Institute und 5 Cluster. Im Jahr 2010 wurden 3 neue Institute eröffnet, die aus der dritten Ausschreibung 2008-2009 hervorgingen. Die LBG wird vom BMWF, der Nationalstiftung, der Stadt Wien, Landesregierungen, Gemeinden und privaten Förderern finanziert. Im Jahr 2010 hat die LBG ihren Instituten mehr als 7 Mio. € zur Verfügung gestellt und beschäftigt derzeit rund 300 MitarbeiterInnen, die sowohl aus dem LBG-Budget als auch aus Drittmitteln und Partner-Beiträgen finanziert werden.
Ludwig Boltzmann Institute (LBI) werden seit einer Reform 2002 ausschließlich durch transparente Wettbewerbsverfahren (Ausschreibungen) gegründet. Sie werden durch die LBG und Partnerorganisationen finanziert und von hauptberuflichen ForscherInnen geleitet. Die Institute haben eine Mindestgröße, um eine „kritische Masse“ an Forschungsleistung zu generieren. Um auf thematisch neue Herausforderungen flexibel reagieren zu können, sind die LBI zeitlich befristet auf sieben Jahre mit der Option einer Verlängerung um maximal sieben weitere Jahre.
Diese Möglichkeit der Verlängerung für die aus einer Ausschreibung resultierenden LBI wurde vom Vorstand der LBG beschlossen, um einen Anreiz für die Integration der Forschungstätigkeit in eine oder mehrere der Partnerorganisationen zu schaffen. In einem neu einzureichenden Antrag für eine zweite Phase von maximal sieben Jahren ist darzustellen, welches Forschungsprogramm durchgeführt werden soll und welches strategische Interesse die Partner (möglicherweise auch neue) an einer Weiterführung haben. Der Antrag wird von internationalen ExpertInnen durch eine Begutachtung vor Ort evaluiert.
Kennzeichen eines LBI sind:
- ein innovatives Forschungsprogramm auf internationalem Niveau
- die kooperative Konstruktion: LBI haben strategische Partnerschaften mit internationalen Universitäten, Krankenhäusern, öffentlichen Organisationen und Unternehmen. Die Partner können mit Hilfe eines LBI ihr Profil schärfen und strategische Schwerpunkte setzen
- Einerseits Translationale Forschung mit dem Fokus auf mittelfristig anwendbaren Ergebnissen, andererseits Grundlagenforschung
- Interdisziplinarität innerhalb eines Themas
- Internationale ExpertInnen-Beiräte begleiten die LBI kontinuierlich zur Qualitätssicherung
- Evaluierung nach vier Jahren
- LBI bieten attraktive Karrierechancen und Management-Knowhow für Führungskräfte, sowie hochwertige Arbeitsplätze für Nachwuchs-WissenschaftterInnen
Kontaktperson:
Mag. Wolfgang Neurath
Abteilung II/9 (Angelegenheiten der Forschungs- und Technologieförderungen)
Wolfgang.Neurath(at)bmwf.gv.at

Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung