Internationale Abkommen

Bilaterale Abkommen auf Basis im Bereich der wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit (WTZ) bieten zusätzliche Erleichterungen für grenzüberschreitende Forschungsprojekte, indem die Reise- und Aufenthaltskosten der Froschenden übernommen werden. 

Die wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit macht mobil
 
Unter dem Titel der wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit (WTZ) wurden seitens Österreichs zahlreiche bilaterale Verträge mit anderen Staaten geschlossen, um internationale Forschungsvorhaben zu ermöglichen und damit den Grad an Internationalität der österreichischen Forschung zu steigern. Die WTZ ist dem bmwf ein weiteres Instrument zur Durchsetzung forschungspolitischer Ziele, wie Gender Mainstreaming und Nachwuchsförderung.
 
Abkommen bestehen zurzeit mit China, Frankreich, Großbritannien, Italien, Korea, Kroatien, Mazedonien, Polen, der Russischen Föderation, Slowakei, Slowenien, Spanien, der Tschechischen Republik, der Ukraine und Ungarn. Ein Abkommen mit Indien ist in Vorbereitung. Allein zwischen 1997 und 2006 ermöglichte die wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit 2.854 Projekte, die meisten davon mit Frankreich, Spanien, Ungarn, Polen, China und Tschechien. Rund 5,5 Millionen Euro wurden in diesem Zeitraum vom bmwf aufgewendet, um die Mobilitätskosten der Forscher/innen abzudecken.
 
Stand ursprünglich die bilaterale Kooperation im Vordergrund, dienen die Programme heute der Vorbereitung multilateraler Forschungsprojekte, die auf Ebene der EU-Rahmenprogramme Fortsetzung finden sollen. Die Einbindung von WTZ-Programmen in das Rahmenprogramm der EU erfolgt auch über ERA-NET-Projekte: Zur Bündelung  der bilateralen Forschungsprogramme von EU-Mitgliedsländern mit den Ländern Südosteuropas wurde das "South-East (SEE)-ERA-NET" geschaffen; CO-REACH, ein europäisches Netzwerk zur Verbesserung der Forschungskooperation mit China, bündelt bestehende bilaterale Programme, um sie in multilaterale europäische Initiativen und Programme zu integrieren.
 
Die Evaluierung der wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit aus dem Jahr 2004 stellt dieser Form der Forschungs- und Mobilitätsförderung ein positives Zeugnis aus. So profitieren laut der Studie alle beteiligten Forscher/innen im Sinne eines gegenseitigen Know-how-Austauschs von der Zusammenarbeit, die durchwegs zu intensiver Publikationstätigkeit der Wissenschafter/innen geführt hat. Die befragten Wissenschafter/innen zeigten sich sehr zufrieden mit der Abwicklung und bescheinigen dem Instrument hohe Effizienz und Effektivität.
 
Langfristig sollen vorrangig Kooperationen in definierten Schwerpunktregionen ausgebaut und die Zusammenarbeit mit andern Fördereinrichtungen forciert werden.

 

 

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