Infrastruktur für die Forschung
Europäische Roadmap, nationale Programme – Gute Forschungsinfrastruktur ist Voraussetzung für Spitzenforschung.
Eine an der Praxis orientierte und qualitativ hochwertige Infrastruktur ist eine wesentliche Voraussetzung für Spitzenforschung. Die Förderung der Infrastruktur ist daher oft ebenso wichtig wie die Förderung der Forschung selbst. Forschungsinfrastrukturen sind für die weitere Entwicklung der europäischen Forschungsbasis von entscheidender Bedeutung ("capacity building"), nicht zuletzt, weil sie einen Akttraktor für Spitzenforscher bilden Darüber hinaus sind durch die immer größere Leistungsfähigkeit der Computer mehr Möglichkeiten für Datenverarbeitung und -speicherung entstanden, was den Aufbau von Datenbanken in allen wissenschaftlichen Fachbereichen (von der Biologie bis zu den Sozialwissenschaften) begünstigte.
Seit 2002 diskutieren "policy maker" und ForscherInnen über die Entwicklung der europäischen Infrastruktur. Die Bestandsaufnahme ist abgeschlossen und eine europäische "Roadmap" für eine gesamteuropäische Strategie wurde 2006 der Öffentlichkeit vorgestellt. Europa besitzt ausgezeichnete Ressourcen und liegt in vielen Bereichen an der Weltspitze. Die "Roadmap" baut auf der Erkenntnis auf, dass viele Forschungseinrichtungen nicht auf rein nationaler Basis weiterentwickelt werden können.
Für Österreich bedeutet dies, die internationale Anbindung zu sichern und mit nationalen Begleitprogrammen unterstützend zu operieren. Der Bedarf an Infrastrukturentwicklung ist bei den Gesellschaftswissenschaften u. A. durch die Fortschritte im Bereich der Cyber-Infrastrukturen und der Computerentwicklung sehr hoch. Ein nationales Programm soll es deshalb ermöglichen, durch gezielt Impulse, die nationale Vernetzung zu stärken, die Qualitätsstandards zu erhöhen und die Datenarchivierung zu verstärken.
Konkrete Projekte veranschaulichen die Bemühungen der Forschungssektion diese Strategie mit Leben zu erfüllen.

Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung