Bologna Jubiläumskonferenz > 11. – 12. März in Wien und Budapest
Start des europäischen Hochschulraums
Video zur Bologna-Jubiläums Minister/innen-Konferenz 2010
Bologna - Mythen und Fakten unter
derstandard.at
12.03.2010:
Bologna Policy Forum Statement (PDF, 30 KB)
"Bologna reloaded" - Beatrix Karl präsentiert zehn Maßnahmen zur verbesserten Bologna-Umsetzung in Österreich
"Bologna reloaded" - 10 Maßnahmen von BM Karl als Download
PDF (35 KB)
Budapest-Vienna Declaration on the European Higher Education Area (PDF, 29 KB)
Beatrix Karl: Wir starten neue Ära eines Europäischen Hochschulraums
11.03.2010:
"Celebrating Cooperation", Abendveranstaltung in der Hofburg
Beatrix Karl bei der Eröffnung der Bologna Anniversary Conference: Chancen für junge Menschen stehen im Mittelpunkt der Bologna-Idee
08.03.2010:
Auftakt zur Bologna Konferenz: Europäische Institutionen ziehen Bilanz

Gruppen/Familienfoto der Minister/innen auf der Feststiege,
erste Reihe v.l.n.r.: ungarischer Wissenschaftsminister Istvan HILLER, Wissenschaftsministerin Beatrix KARL, spanischer Minister Marius RUBIRALTA
weitere druckfähige Fotos zur Bologna-Konferenz unter:
www.benediktloebell.com/bolognaconference/
weitere Informationen (only in English)
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Programm (only in English)
Wissenschafts- und Forschungsministerin Dr. Beatrix Karl lädt gemeinsam mit ihrem ungarischen Amtskollegen István Hiller die Ministerinnen und Minister aller weiteren 44 am Bologna-Prozess beteiligten Staaten, die zuständige EU-Kommissarin sowie Vertreterinnen und Vertreter der am Bologna-Prozess teilnehmenden Organisationen, also auch Mitglieder der europäischen Hochschülerschaften, am 11. und 12. März 2010 zu einer außerordentlichen Bologna-Jubiläumskonferenz nach Wien und Budapest.
Anlass dieser außerordentlichen Ministerial Anniversary Conference sind der Abschluss der ersten Phase des Bologna-Prozesses und der offizielle Start des europäischen Hochschulraums. Die Bologna-Erklärung wurde übrigens 1999 von 29 europäischen Staaten, darunter auch Österreich, unterzeichnet, mittlerweile sind es 46.
Chronologie
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Erklärung im Wortlaut
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Von Beginn an waren sämtliche Stakeholder, wie etwa die EUA (European University Association) und die ESU (European Students' Union) am Bologna-Prozess beteiligt.
Ziele der Bologna-Erklärung
Ziel der Bologna-Erklärung ist die Schaffung eines europäischen Hochschulraums bis 2010. Bologna ist kein Projekt der EU, sondern ein freiwilliger Zusammenschluss von 46 Mitgliedsländern, die gemeinsame Ziele verfolgen: u.a. ein System gleichwertiger und vergleichbarer Hochschulabschlüsse, Qualitätssicherung im europäischen Hochschulraum, mehr Mobilität von Studierenden, Beschäftigungsfähigkeit, aber auch die soziale Herausforderung möglichst viele am tertiären Bildungssystem teilhaben zu lassen. Neben der Einführung eines zweistufigen Studiensystems (Bachelor/Master), auf dem der PhD aufbaut, und der Einführung eines Leistungspunktesystems (ECTS) steht vor allem die Förderung der Mobilität im Zentrum. Bologna Ziel ist, dass jede/r fünfte Absolvent/in im europäischen Hochschulraum einen Teil seiner Studienzeit im Ausland verbringt.
"Mein Weg ist der Weg des Dialogs"
"Ich stehe zum Bologna-Prozess und begrüße den Grundgedanken. Aber Bologna kann nur so gut sein wie seine Umsetzung. Da haben wir in Österreich in einigen Bereichen noch Defizite. Diese Defizite sind ein klarer Auftrag zur Weiterentwicklung.", verweist Wissenschaftsministerin Beatrix Karl beim jüngsten Treffen mit Amtskolleg/innen beim Bildungsrat in Brüssel auf Vorteile und Schwächen von Bologna. Bei der Konferenz in Wien will sie mit einem "public space" die Studierenden in die Diskussion einbinden. Über 200 Studierende können die Minister-Konferenz per Live-Übertragung mitverfolgen, in Arbeitsgruppen konkret ihre Forderungen artikulieren und direkt an die Konferenzteilnehmer/innen richten. "Ich gehe einen Schritt auf die Student/innen zu, der Dialog mit allen Betroffenen ist mir wichtig. Im Gegenzug erhoffe ich, dass sie sich konstruktiv einbringen".
Nationale Umsetzung
An mindestens dreijährige, berufsbefähigende Bachelor-Studien sollen zweijährige Master-Studien anschließen, die der Spezialisierung dienen und auch an anderen Universitäten absolviert werden können. Dazu mussten in Österreich die meist vierjährigen Diplomstudien (Abschluss im Regelfall: Magister) in dreijährige Bachelor-Studien umgewandelt werden. Die Folge: Viele Unis hätten versucht, "möglichst viel aus den Diplom- in die Bachelor-Studien hineinzupacken, nach dem Motto 'Wer weiß, ob die Student/innen im Master-Studium noch da sind. ", so der Generalsekretär des BMWF, Friedrich Faulhammer. Folge sei eine Überfrachtung der Studienpläne gewesen. Als Positiv-Beispiele bei der Umwandlung nannte Faulhammer die Wirtschaftsuniversität (WU), die mit dem Bachelor-Programm Sozial- und Wirtschaftswissenschaften ein breites Portfolio aufgelegt habe, an das sich erst spezialisierende Master-Studien anschließen. Noch nicht umgesetzt sei dagegen die Umstellung in den "harten" technischen Fächern wie Maschinenbau und Elektrotechnik. Dort habe man einfach die ersten Studienabschnitte des bisherigen Diplomstudiums in ein Bachelor-Studium transformiert und den Student/innen gesagt: "Ihr müsst nachher noch den Master machen, sonst habt ihr keine Chance am Arbeitsmarkt."
Monitoring Report
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Internationale Dimension
Die friedliche Kooperation von 46 Ländern wird von allen Expert/innen als wesentlicher Beitrag zur europäischen Integration gesehen. "Der größte Erfolg des Bologna-Prozesses liegt darin, dass Europa als Hochschulstandort weltweit sichtbar und attraktiver geworden ist. Dies zeigt auch das große Interesse von Delegationen aus allen Regionen der Welt, die am 12. März 2010 in Wien mit den Teilnehmer/innen der Jubiläumskonferenz in Dialog treten werden", betont Barbara Weitgruber, Österreichische Koordinatorin der Bologna-Jubiläumskonferenz. Rund 4.000 Hochschulen mit ungefähr 1,5 Mio. Lehrenden (davon 450.000 Forscher/innen) und etwa 20 Mio. Studierenden haben im entstehenden europäischen Hochschulraum die Möglichkeit miteinander zu lehren, zu forschen und voneinander zu lernen.


Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung