12.11.2009

newsIconJohannes Hahn: Brauchen bei Hochschuldiskussion breiten nationalen Konsens

 

Wissenschaftsminister in der Sondersitzung des Nationalrats - "Dialog
Hochschulpartnerschaft" am 25. November

 

Wissenschaftsminister Johannes Hahn erneuerte heute, Donnerstag, bei der Sondersitzung des Nationalrats seine Einladung zum "Dialog Hochschulpartnerschaft" mit allen Hochschulpartner/innen. "Es ist notwendig, einen Dialog zu führen. Wir brauchen bei der Hochschuldiskussion einen möglichst breiten nationalen Konsens", so Hahn. Dazu werden auch nach dem 25. November weitere Treffen notwendig sein. Der Minister gab dabei seiner Hoffnung Ausdruck, dass alle Beteiligten, - die Studierenden, die Lehrenden, die Sozialpartner, inländische und ausländische Experten sowie weitere Hochschulpartner/innen - engagiert die Themen diskutieren. "Auf Basis dieser Erkenntnisse kann und muss dann der Prozess der Hochschulgestaltung neu strukturiert werden."

 

Der Minister wies zudem darauf hin, dass er bereits im August in Alpbach ganz bewusst - wie auch im Regierungsprogramm vorgesehen - die Diskussion über die künftige Gestaltung des österreichischen Hochschulraumes begonnen habe. "Bereits damals ging es um genau jene Fragestellungen, die wir jetzt diskutieren", so der Minister.

 

In Österreich gebe es teilweise eine "skurrile Situation", wies Hahn auf "Verdrängungseffekte" im tertiären Bereich hin. Als Beispiel führte er jene Studierenden an, die an den Pädagogischen Hochschulen die Eignungstests für ein Lehramt nicht bestehen und dann an der Universität ein Lehramt anstreben, weil es an der Universität keine Zugangsregeln gibt. Der Minister wies in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass 60 Prozent der Erstinskribienten lediglich zehn Prozent der insgesamt 400 Studienmöglichkeiten an Universitäten und Fachhochschulen nützen. "Hier müssen wir ansetzen", kündigte Hahn an, die Beratung der Maturantinnen und Maturanten weiter auszubauen.

 

Den Anteil an deutschen Studierenden in Österreich sieht Hahn nicht als zentrales Problem. Es gebe rund 17.000 deutsche Studierende in Österreich und etwa 6.000 österreichische Studierende in Deutschland. "Seien wir doch froh, dass wir unter den Studierenden Mobilität haben und unterstützen wir sie durch Stipendienprogramme", plädierte Hahn. Gerade in Zeiten wie diesen sei es wichtig, dass die Studierenden auch internationale Erfahrungen sammeln. Insgesamt gebe es eine "ausgewogene Balance zwischen incoming und outgoing".

 

Der Minister ging in seinem Statement auch auf das Universitätsbudget ein: "Es ist uns in Zeiten wie diesen gelungen, das Universitätsbudget um 17 Prozent zu steigern. Die Universitäten bekommen in den kommenden drei Jahren rund 8,2 Milliarden Euro."