Karlheinz Töchterle: Umfassendes Leistungs- und Qualitätspaket für die Hochschulen
Wissenschafts- und Forschungsminister präsentiert in ORF-Pressestunde drei zentrale Schritte: Mehr Mittel – neues Studienbeitragsmodell – Umsetzung des Hochschulplans
Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle hat in der ORF-Pressestunde ein umfassendes Leistungs- und Qualitätspaket für die Hochschulen mit drei ganz zentralen Schritten skizziert:
I) Mehr Mittel
Minister Töchterle ist mit Finanzministerin Maria Fekter in sehr aussichtsreichen Verhandlungen über eine Hochschulmilliarde für die Jahre 2013 – 2015. Diese Hochschulmilliarde wird ganz klar leistungsorientiert und nach den Kriterien von Effizienz und Wirkung vergeben werden. Die weitere Vorgehensweise wird zwischen Wissenschaftsministerium und Finanzministerium im Laufe des Herbstes fixiert. Damit wird den Universitäten der Weg gesichert und eine Brücke zur Umsetzung des Hochschulplans und der Studienplatzfinanzierung beschritten.
II) Neues Studienbeitragsmodell – VfGH-Erkenntnis fordert klare Handlungsschritte von der Politik
Minister Töchterle legt einen Kompromissvorschlag vor und baut damit eine Brücke zum Koalitionspartner sowie den Studierenden.
Autonomie in der Studienbeitragswahl – Österreich bekommt eines der sozialsten Studienbeitragsmodelle Europas.
- Alle Universitäten die wollen werden ermächtigt, Studienbeiträge einzuheben.
- Die Studienbeträge können von € 1,-- bis € 500,-- betragen.
- Die Beiträge können die Universitäten als zusätzliches Geld behalten.
Soziale Komponenten:
- Von den Beiträgen befreit bleiben auf alle Fälle zB. Studienbeihilfenbezieher, Menschen mit Behinderung, Studierende aus Entwicklungsländer.
- Die Universität kann darüber hinaus noch zusätzliche Erlassgründe festlegen.
- Die Universität kann Studienbeiträge auch stunden. Das heißt, erst wenn Studierende Geld verdienen, bezahlen sie für ihr Studium.
- Sozialfonds: Die Studierenden und die ÖH profitieren von dieser Regelung. 10 Prozent der eingehobenen Beiträge werden gemeinsam mit der ÖH zur Unterstützung sozial bedürftiger Studierender verwendet.
- Ausbau des Studienbeihilfensystems (v.a. Erweiterung des Bezieherkreises).
III) Umsetzung des Hochschulplans für Österreich
- Die Hochschullandschaft wird durch eine Zusammenschau des tertiären Sektors und der Autonomie angemessene Abstimmungsprozesse weiterentwickelt. Der Hochschulplan hat den Sinn, Standard und Qualität in Österreich zu stärken und ein Mehr an Kooperation und an Zusammenarbeit in Lehre, Forschung und Infrastruktur zu bringen.
- Der Hochschulplan bietet Planungssicherheit und Selbststeuerung (qualitätsbezogene Aufnahmekriterien, eigenverantwortliche Kapazitätsfestlegung, Studienplatzfinanzierung).
Downloads
Expertenbericht zum Hochschulplan
Quellendokument zum Bericht
Universität Österreich 2025 - Empfehlungen des Wissenschaftsrates
Zusammenfassung der Empfehlungen
Österreichischer Hochschulplan - Grafik



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