EIT
Das Europäische Innovations- und Technologieinstitut (EIT) soll die weltweit besten Köpfe aus den Bereichen Forschung, Bildung und Innovation zusammenführen und damit einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit leisten.
Das EIT ist eine Initiative der EU zur Bewältigung der Herausforderungen der Globalisierung, indem es zur Stärkung der Innovationskraft Europas in ausgewählten Themengebieten beiträgt. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die weltweit besten Köpfe aus den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation entlang bestimmter Themen zusammengeführt - interdisziplinäre Teams aus Universitäten, Forschungszentren und Unternehmen sollen dann im Rahmen dieser Themenbereiche Spitzenforschung betreiben. Des Weiteren sind auch die Überführung der dabei gewonnenen Ergebnisse in neue Produkte, Dienstleistungen und Prozesse und entsprechende Ausbildungstätigkeiten zentrale Aufgabenfelder des EIT.
Das EIT verfolgt dabei einen grundsätzlich neuen Ansatz, da es in zwei Ebenen gegliedert und in Form eines Netzwerkes organisiert ist. Es besteht einerseits aus dem Verwaltungsrat (mit Sitz in Budapest) als strategische Ebene und den sogenannten Wissens- und Innovationsgemeinschaften (Knowledge and Innovation Communities – KICs). Die KICs stellen die operativen Einheiten des EIT dar und werden in transdisziplinären Bereichen von strategischer Bedeutung arbeiten. Sie setzen sich aus verschiedenen europäischen Forschungsinstituten zusammen und sollen die drei Seiten des Wissensdreiecks – Ausbildung, Forschung und Innovation – operativ derart miteinander verbunden, dass neue Synergien und Kooperationsformen entstehen. Ein Schwerpunkt wird dabei nicht zuletzt auch auf Entrepreneurship und Neugründungen gelegt werden.
Ende 2009 wurden vom Verwaltungsrat des EIT die ersten drei KICs ausgewählt, die derzeit aufgebaut werden:
- "Climate KIC", to be coordinated by Utrecht University in Netherlands, has five co-location centres: in London, Zürich, Berlin, Paris and Randstad. Its core partners are Bayer, Beluga Shipping, Cisco, DSM, EDF, PIK, SAP, Schiphol Group, Shell, Solarvalley and top-universities such as ETH Zürich, Imperial College, IPSL/ParisTech, . It will aim to create a self-sustaining community with world-renowned innovation capability and climate change knowledge.
- "InnoEnergy", to be coordinated by Karlsruhe Institute of Technology in Germany, has six co-location centres: in Karlsruhe, Grenoble, Eindhoven/Leuven, Barcelona, Krakow and Stockholm, and the main partners include KIT, Total, Vattenfall, KTH, EDF, ESADE, EnBW, SAP, ABB, CEA, Iberdrola, TNO, TUE, UPC, and AGH. This KIC will envision paving the way for an independent and sustainable energy system enabling a climate-neutral Europe by 2050, achieved via the successful commercialisation of innovations.
- "EIT ICTLabs", to be coordinated by KTH in Sweden, has five co-location centres in Berlin, Eindhoven, Helsinki, Paris and Stockholm. Its core partners include Deutsche Telekom, Siemens, Fraunhofer Gesellschaft, TU Berlin, Philips, Novay Nokia Corporation, VTT, Aalto University, Alcatel-Lucent, Orange-France Télécom, Thomson, INRIA, Université Pierre et Marie Curie Paris 6, Université Paris-Sud 11, Institut Télécom, Ericsson, TeliaSonera, and KTH. This KIC will aim at a radical transformation of Europe into a knowledge society via an unprecedented proliferation of internet-based services.
Der Finanzbedarf der KICs soll aus verschiedenen Quellen gedeckt werden, u.a. von Seiten der EU, z.B. aus dem 7. Rahmenprogramm und den Strukturfonds, den Mitgliedstaaten und der Wirtschaft.

Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung