Vorteile für Studierende auf einen Blick

EU-Erfolgsgeschichte in der Hochschulbildung

1. ERASMUS macht mobil:
Die EU-Bildungsprogramme haben wesentliche Verbesserungen in der Studierenden- und Lehrendenmobilität gebracht. Studiengebührenbefreiung an der Gasthochschule, geregelte Anrechnungsmodalitäten, Betreuung vor Ort, finanzielle Unterstützung, Hilfe bei Unterbringung, etc. haben dazu geführt, dass seit dem EU-Beitritt Österreichs fast dreimal so viele Studierende an ERASMUS teilnehmen, nämlich etwa 5.000. Damit wurden seit dem Start des Programms mehr als 45.000 österreichische Studierende mobil, die damit direkte Empfänger von EU-Geldern sind.

 

2. EU-Bildungsprogramme:
Im Rahmen der EU-Bildungsprogramme SOKRATES und LEONARDO da VINCI für die Jahre 2000-2006 konnten mehr als € 111 Millionen an Rückflüssen für den gesamten Bildungsbereich erzielt werden, womit Österreich in diesem Bereich Nettoempfänger ist.

 

3. Joint degrees:
Joint degree Programme führen zwei oder mehrere Hochschuleinrichtungen bzw. deren Lehrende zusammen. Sie bieten daher die Möglichkeit, ein Studium an zwei oder mehreren Standorten zu absolvieren, wodurch mit den damit verbundenen zusätzlichen Qualifikationen die Chancen auf dem europäischen Arbeitsmarkt deutlich verbessert werden.

 

4. EU-Drittstaatenprogramme:
Äußerst erfolgreich nutzen die heimischen Hochschuleinrichtungen die EU-Drittstaatenprogramme, wobei sie Kooperationen mit Hochschulen in anderen Regionen/Ländern der Welt eingehen. Schwerpunktsetzungen in der Zusammenarbeit gibt es beispielsweise mit den Ländern des Westbalkans.
Die Erfolge im Detail:


TEMPUS III: an beinahe jedem dritten Projekt sind österreichische Hochschuleinrichtungen als Partner oder Projektträger beteiligt.
EU-Kanada Projekte: für zwei der 2007 insgesamt 11 europaweit genehmigten Projekte übernahmen österreichische Hochschulen die Koordination.
EU-Australien Programm: Österreich ist in einem der 4 europaweit genehmigten Projekte vertreten.
Das einzige Projekt der EU mit Neuseeland ist ein österreichisch koordiniertes Projekt aus dem Jahr 2004.

 

5. Die im EUROPASS enthaltenen Transparenzinstrumente sowie ECTS erleichtern Mobilität und damit auch den Zugang zum europäischen Arbeitsmarkt:

 

Der EUROPASS enthält Europäischer Lebenslauf
 Diplomzusatz (Diploma Supplement)
 Sprachenpass
 Zeugniserläuterung
 Mobilitätsnachweis


Mit der Einführung des Diploma Supplement an den Universitäten, Fachhochschulen und Pädagogische Hochschulen wurde die Mobilität der Studierenden unterstützt. Der Anhang zum Diplom macht den Erwerb von Qualifikationen für Studierende attraktiver und ist für Bürger/innen, Arbeitgeber/innen und Bildungseinrichtungen von großem Nutzen.
Er bietet eine übersichtliche, international vergleichbare Darstellung des individuellen Studienverlaufs, standardisierte Informationen über das jeweilige Hochschul- und Studiensystem zur Erleichterung der Vergleichbarkeit und verbessert damit die Rahmenbedingungen für die akademische und berufliche Anerkennung.

 

Der Europass Mobilitätsnachweis umfasst alle Bildungsbereiche und berücksichtigt neben erworbenen Fachkompetenzen auch nicht formal erworbene Fähigkeiten, z. B. solcher sozialer oder organisatorischer Natur, unterstützt Praktikums- und Jobsuchende bei der Dokumentation von Auslandserfahrungen und hilft Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern, sich ein klares Bild der im Ausland erworbenen Fähigkeiten und Kompetenzen von Bewerberinnen und Bewerbern zu machen, um deren Qualität besser einschätzen zu können. Dies trägt wesentlich zur beruflichen Bildung in Europa bei.

 

ECTS: Mit dem Europäischen System zur Anrechnung von Studienleistungen wird sichergestellt, dass der Auslandsstudienaufenthalt der Studierenden offiziell anerkannt wird. Die Europäische Kommission hat das ECTS vor über 10 Jahren eingerichtet. Damit wurde ein europaweiter Bezugsrahmen für die Anerkennung von im Ausland abgelegten Studienleistungen geschaffen.

 

6. Gemeinsame Qualitätsstandards wie EQR und NQR (derzeit in Erarbeitung) ermöglicht eine Vergleichbarkeit:
Der Europäische Qualifikationsrahmen (EQR) ist in seinem Kern ein Transparenz-, Vergleichs- und Übersetzungsraster, der die Vielzahl nationaler und sektoraler Qualifikationen europaweit gegenseitig vergleichbar und verstehbar macht. Er umfasst das gesamte Bildungs- und Qualifizierungssystem von der allgemeinen über die berufliche Aus- und Weiterbildung bis hin zur hochschulischen Bildung und der nicht formalen und informellen Bildung. Der EQR und seine Gliederung in acht Referenzniveaus sollen den Qualifizierungssystemen der Mitgliedsstaaten als Referenzrahmen für die Strukturierung und Zuordnung der nationalen Qualifikationen zu den europäischen Referenzebenen dienen.


Dadurch werden eine Verbesserung der Transparenz am Arbeitsmarkt, eine Erleichterung der Mobilität sowie eine Flexibilisierung der Bildungswege für europäische Arbeitnehmer/innen angestrebt. Derzeit wird ein NQR für Österreich ausgearbeitet. Die Federführung liegt dabei beim BMUKK und BVMWF, es werden aber alle Ministerien, Sozialpartner und die Akteure in den einzelnen Sektoren mit einbezogen.

 

Steigerung der ERASMUS Studierendenmobilität in den Studienjahren 1992/1993 bis 2006/2007

 

 

Studienjahr

Mobilität

Steigerung
zum Vorjahr
in Zahlen

 

Steigerung
zum Vorjahr
in Prozente

1992/1993

  893

1993/1994

 1319

426

47,70%

1994/1995

 1811

492

37,30%

1995/1996

 2301

490

27,06%

1996/1997

 2412

111

 4,82%

1997/1998

 2479

 67

 2,78%

1998/1999

 2753

274

11,05%

1999/2000

 3003

250

 9,08%

2000/2001

 3076

 73

 2,43%

2001/2002

 3082

  6

 0,20%

2002/2003

 3384

302

 9,80%

2003/2004

 3786

402

11,88%

2004/2005

 3893

108

 2,83%

2005/2006

 4079

301

 4,78%

2006/2007*

 4228

149

 3,65%

Gesamt

42499

2006/2007* -

Vorläufige Zahlen

 

  

 

Jährliche Steigerung der ERASMUS Studierendenmobilität 1992/93 bis 2006/07


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